Pfarrverband Gerolfing

Pfarrei Mühlhausen-Dünzlau

Grüß Gott in Mühlhausen-Dünzlau

Wir möchten Sie gerne über die Geschichte der Pfarrei Mühlhausen und der Pfarrei Dünzlau informieren. Interessante und aktuelle Berichte rund um unsere Pfarrei erhalten sie bei "Klick" auf das untenstehende Bild.

Peter & Paul, Mühlhausen

GESCHICHTE DER PFARRKIRCHE PETER & PAUL IN MÜHLHAUSEN

Archäologische Funde belegen die erste Besiedlung der Mühlhauser Flur ab der Jungsteinzeit, eine dauerhafte Besiedelung lässt sich ab der Bronzezeit 1600 v. Chr. belegen. Aus der Römerzeit stammen Ruinenreste einer römischen Töpferei und eines Gutshofes (Villa Rustica) südlich der ehemaligen B16.

Die erste schriftliche Erwähnung ist datiert auf 1275.

Am 1. März 1288 wurde die Pfarrei Mühlhausen mit ihren Kirchenpatronen Peter und Paul durch Bischof Reinboto von Mylenhart in die Domdechantei zu Eichstätt zur Aufbesserung des Eichstätter Einkommens inkooperiert.

Graf Gebhart von Hirschberg, der hier die Territorialgewalt inne hatte verkaufte 1290 einen Hof an das Zisterzienser-Kloster Kaisheim.
Nach dessen Tod 1305 fiel Mühlhausen an den Bischof von Eichstätt und an seine Neffen Rudolf und Ludwig, Herzoge von Bayern.

Die Erben Rudolf und Ludwig schenkten den großen Hof zu Mühlhausen und einen weiteren dem Angerkloster in München, um ihr Seelenheil zu erlangen.

Das Hl. Geist Spital in Ingolstadt und das Kloster Neuburg besaßen weitere Höfe in Mühlhausen.

1480 besaß die Kirch kaum so viel Geld um das ewige Licht erhalten zu können. Die Ummauerung der Kirche lies der damalige Pfarrer auf seine eigenen Kosten ausführen.

Während des Schmalkalden Krieges 1546 und 1552 wurde die Kirche von hessischen Soldaten und vom Heer der Unierten ausgeraubt, entweiht und schändlich zugerichtet.

Die Witwe des Kaspar Kerners erhielt das Pfarrwidum 1609 gegen ein Darlehen von 300 Gulden erbrechtsweise verliehen.

Ab dem Jahre 1639 begann die Aufzeichnung der Pfarrmatrikel nach dem im Dreißigjährigen Krieg alle vorhandenen Pfarr- und Kirchenbücher verbrannten.

Als der Fürstbischöfliche Baumeister Jakob Engel 1699 das arme Gotteshaus visitierte, schrieb er, dass der baufällige Turm neu errichtet werden soll. Die Baukosten wurden auf 870 Gulden geschätzt. 1761 wurde das Kirchendach und 1787 die Friedhofsmauer instandgesetzt.

Die Mühlhauser Kirche erhielt 1870 eine gebrauchte Orgel vom Kloster Gnadenthal, dafür musste bei jeder Sonn- und Feiertagsmesse ein „Vater unser“ und ein „Ave Maria“ zu Gunsten des Klosters Gnadenthal gebetet werden.

1904 wurde die Orgel durch eine neue ersetzt. Während des Ersten Weltkrieges mussten die Zinnpfeifen und eine Glocke bei der Materialmobilmachung abgegeben werden.

1927 wurde die Filiale Dünzlau mit Heindlmühle aus der Pfarrei Gerolfing eingepfarrt.

Umfangreiche Umbauarbeiten und Sanierungen in den 1950er Jahren veränderten das Kircheninnere stark, dabei verschwanden auch die, bis dahin erhaltenen, Wandmalereien.

1960 wurden zwei neue Glocken samt Glockenstuhl angeschafft.

Die barocke Außenfassung wurde bei der Außensanierung 1985 wieder hergestellt.

Die heutige Ansicht des Kircheninneren entstand bei der Innensanierung 1996. 2011 wurde das Dach des Turmes und des Kirchenschiffes erneuert.

Auszug und Kurzfassung aus der Chronik von Mühlhausen von Martin Liebold.

 

St. Andreas, Dünzlau

GESCHICHTE DER PFARRKIRCHE ST. ANDREAS IN DÜNZLAU

Der Ort Dünzlau und seine St. Andreas-Kirche haben eine interessante geschichtliche Vergangenheit.Bodenfunde weisen auf eine Besiedlung ca. 2000 vor Christus hin. St. Andreas ist ein sehr altes Patronat, deren Gründung wahrscheinlich im 7. oder 8. Jahrhundert nach Christus liegt.

 

Die erste urkundliche Erwähnung von Dünzlau geschah im Jahr 1231.

Der Ort wird „Tuntzelsawe“ genannt.

Die Kirche ist dem hl. Andreas geweiht und steht innerhalb des ummauerten Friedhofs.Ein Kirchenbau erfolgte in der zweiten Hälfte das 15. Jahrhunderts im spätgotischen Stil. Es ist eine sogenannte Chorturmchirche, dh. der Turm erhebt sich über dem Chorraum(Altarraum) mit dem Hochaltar, der aus dem Quadrat in ein Achteck übergeht und von einer achtteilig gegliederten Zwiebelhaube abgeschlossen wird. Der heutige Chorturm, stammt noch aus der Erbauerzeit ( ca. 1450). Da die Giebelmauern baufällig waren und eine Kirchenerweiterung anstand wurde im Jahre 1854 ein Kostenanschlag darüber eingeholt. 1861 wurde mit dem Abbruch begonnen. Das neue, vergrößerte Langhaus wurde an den spätgotischen Chorturm aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhundert angebaut. Die Sakristei wurde von der Nordseite auf die Südseite verlegt, ebenso der Eingang. Die Baukosten betrugen 4820 Gulden.

 

Am 14. September 1867 wird die neue Kirche konsekriert (geweiht), durch den Eichstätter Bischof Franz Leopold, Freiherr von Leonrod.

 

1902 erhielt die Kirche eine neue Orgel von der Orgelbaufirma Maerz in München. Es ist eine pneumatische Orgel mit 8 Registern, einem Manual und Pedalwerk.

Der Erbauer dieser Orgel war Franz Borgias Maerz (+1910), der Ende des 19. Anfang des 20. Jahrhundert als einer der bedeutendsten Orgelbauer seiner Zeit galt. Über 400 Orgeln entstanden in seiner Werkstatt. Eine seiner Orgeln steht in der Kirche von Dünzlau.

 

Im Sammelblatt des Historischen Vereins Ingolstadt von 1894 findet man den Hinweis auf einen Pfarrhof in Dünzlau. Dies lässt daraus schließen, dass Dünzlau im 13. und 14. Jahrhundert eine eigenständige Pfarrei war und Gerolfing womöglich eine Filialkirche darstellte. 1322 wird Gerolfing erst Pfarrei. Am 16. Januar 1927 wurde Dünzlau aus der Pfarrei Gerolfing in die kath. Pfarrei Mühlhausen umgepfarrt und wurde somit zur Filialkirche von Mühlhausen.

 

Bei der Kirchenrenovierung 1960 wurden die barocken Stuckarbeiten entfernt und die Kirche bekam ihr heutiges Aussehen.

 

Das Patrozinium der Kirche St. Andreas wird am 30.November gefeiert.

Kath. Pfarramt Gerolfing


Eichenwaldstr. 64
85049 Ingolstadt
Tel. 0841/8 25 15
gerolfing@bistum-eichstaett.de


Impressum

Datenschutzerklärung

Kath. Pfarramt Irgertsheim


Laurentiusstr. 2
85049 Ingolstadt

Tel. 08424/88844
pettenhofen@bistum-eichstaett.de


Bistum Eichstätt